Kurzmitteilung

Hello!

 

Version 2

 

Ich bin Sarah. Mama von zwei Kleinkindern, Frau eines Pastors, Gastgeberin, Hausfrau, Besserwisserin, Predigerin, Sozialarbeiterin, Möchte-gern-Autorin, Theologiestudentin, Jesus-Liebhaberin, Wahl-Iranerin und Bloggerin.

Ich mag keinen Honig. Und deshalb geht es auch auf meinem Blog überhaupt nicht um Honig. Und duschen tue ich zwar regelmäßig, aber wüsste nicht was es darüber zu berichten gibt. Honigdusche – das ist eine Idee die mich begeistert. Wenn man einer Person Ermutigung ins Ohr flüstert, kann jeder es sehen obwohl niemand es gehört hat. Ich bin überzeugt, dass wir aufblühen, wenn wir ermutigt werden!

Unser Welt, meine zumindest, ist oft laut und voll und schnell und beschäftigt. Hier auf meinem Blog soll es authentisch, inspirierend, entspannend und ohne Anforderungen zugehen. Ich versuche mir selbst keinen Stress zu machen mit Deadlines und regelmäßigen neunen Posts – es kommt wie es kommt. Aber auch du darfst hier zur Ruhe kommen. Ich würde mich freuen, wenn das hier ein Ort ist an dem du deinen Café trinkst, die Beine hoch legst und für ein paar Momente das laute Leben hinter dir lässt. Es wäre mir ein großes Privileg wenn ich dich hier inspirieren, auftanken und zur Ruhe kommen lassen darf.

Ich glaube, dass die Kraft zu Leben aus unserer Seele fließt. Und deshalb geht es hier nicht um Produktempfehlungen, Konsum und Nice-to-Have’s. Allgemein dreht sich wenig um Äußeres und Sichtbares. Hier geht es um Worte, Mut und Hoffnung. Ich hoffe ich kann dich ein bisschen in Honig duschen.

Willkommen auf meinem Blog! Schön, dass du da bist!

Chatprotokoll

Mal ehrlich, Mama!

Fragst du dich auch manchmal ob es eigentlich normal ist wie es dir geht? Und ob andere Mütter auch so denken wie du? Wer weiß, vielleicht geht es uns allen ja doch ganz ähnlich? Oder vielleicht vermuten wir das nur und eigentlich denken und leben wir doch sehr unterschiedlich? Ich glaube auf jeden Fall, dass wir nicht allein sind und, dass allein das zu wissen gut tut. Und ich glaube, dass uns das Wissen um die Antworten der anderen Mut und Stärke geben kann. Ich bin wirklich sehr gespannt und würde mich so sehr freuen, wenn du Teil dieses kleinen Experiments werden würdest!

 

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Die Antworten werde ich natürlich auswerten und euch die Ergebnisse wissen lassen. Und außerdem mache ich so etwas vielleicht öfter mal, wenn es euch gefällt. Gerne auch nicht nur für Mamas. Also lasst mir doch gerne unten im Kommentarfeld Fragen da die euch interessieren würden!

Also, los gehts. Mal ehrlich, Mama!

 

Danke fürs Mitmachen! Ich hoffe du hattest schon Spaß daran, die Prozentzahlen nach dem voten zu sehen. Innerhalb der nächsten 14 Tage werde ich endgültigen Ergebnisse mit ein paar Einblicken hier veröffentlichen.

 

Kochen für Zwei unter Zwei

 

Kürbis – Nudel – Pfanne

 

Bei uns ist die Beikosteingewöhnung im vollen Gange. Verglichen zum ersten Kind läuft sie bei Nova irgendwie ein bisschen nebenher. Und manchmal habe ich ein kleines bisschen schlechtes Gewissen, dass es hier nicht so regelmäßig und geregeltes Babyessen gibt wie anderswo, aber dennoch: die kleine Maus probiert sich an fester Nahrung. Und dann ist da noch ein anderer – relativ wählerischer – kleiner Mann, der auch gesund und satt werden soll.

Und, ach ja, ich habe auch ab und zu Hunger 😉 Ich koche zu Glück gerne, aber jetzt für jeden von uns etwas extra zu kochen, das geht mir irgendwie doch zu weit. Außerdem will ich mir bei Nova den Stress, das Geld und den Geruch von fertigen Gläschen sparen und habe mir vorgenommen: stressfreie Beikost inklusive Fingerfood und Brei – je nachdem was sich anbietet.

 

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Deshalb hier ein Rezept von dem ich ganz begeistern bin: Kürbis-Apfel-Karotten-Nudeln Da ist für jeden was dabei! Und egal ob Fingerfood oder Breikost, das Baby bekommt auch was ab. Gesund, günstig, regional und lecker ist es noch dazu.

 

Zutaten

für 2 Erwachsene und 2 Kleinkinder

1 Hokkaidokürbis

3 Moorrüben

1/2 Apfel

300g Vollkornnudeln

2 Knoblauchzehen (oder weniger, wenn Baby mit isst)

Schnittlauch

Olivenöl

Salz & Pfeffer

 

Zubereitung

Erst Gemüse und Apfel nach Belieben schälen (oder auch nicht – der Apfel bleibt mit Schale schöner in Form) und würfeln. Das Gemüse mit dem Knoblauch in Olivenöl anbraten, nach einer Weile den Apfel dazu und dann mit etwas Wasser dünsten bis es die gewünschte Festigkeit erreicht hat. Schnittlauch dazu und mit Salz und Pfeffer würzen. Ich würze jetzt immer vorsichtig, damit Nova mitessen kann und habe Salz und Pfeffer dann auf dem Tisch parat.

Nebenbei die Nudeln kochen (Wer lieber Brei füttert, kann einfach ein Stück vom Kürbis mit ins Nudelwasser geben und hinterher pürieren) und am Ende unter das Gemüse mischen.

Ruck, zuck, fertig. Lasst es euch schmecken!

 

 

Wir haben es heute Mittag gegessen und mir hat es richtig gut geschmeckt! Nova findet irgendwie alles Essen spannend und lecker und für Liam ist Gemüse leider meistens nur die Deko neben seinen geliebten Nudeln – aber was solls. Ich hab mal gelesen, Geschmacksnerven von Kindern müssen etwas zwölf mal probieren bis sie entscheiden können ob sie es mögen oder nicht. Ich tröste mich und sage mir, es war bestimmt erst das elfte Mal, dass Liam in seinem Leben Mohrrüben gegessen hat. 😉

 

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Nervige Eltern

und wie ich selbst so jemand wurde.

 

Kennt ihr anstrengende Mütter? Ihr Erzieher, KinderkrankenpflegerInnen da draußen? Ihr Grundschullehrer und Kinderärzte? Ihr Sozialarbeiter und Familienhelfer? Wir kennen sie alle, diese anstrengenden Mütter, oder? Ich kenne sie.

Auch bevor ich eigene Babies hatte, mochte ich Kinder echt gerne. Ich konnte mit ihnen Quatsch machen, Ausflüge unternehmen und dafür sorgen, dass eine ganze Gruppe ordentlich in einer Reihe sitzt. Ich mochte die unbeschwerte Art der Kinder, ihre Neugierde, Anspruchslosigkeit, Unvoreingenommenheit, Freude und Kreativität.

Ich habe mich immer auf die Zeit mit Kindern gefreut, aber es gab eine Sache die konnte ich an Kindern nicht leiden. Diese nervigen Menschen konnte mir den ganzen Spaß an Kindern verderben. Ich war genervt von diesen anstrengenden Eltern! Ich arbeitete viel mit Kindern und sah einige Eltern mit ihren Kindern umgehen. Ich war fassungslos wenn Kinder einfach nicht „vernünftig“ essen konnten. Oder wenn sie ein „Nein“ partout nicht akzeptierten. Innerlich rollte ich mit den Augen und dachte „Ach komm, lass mich das mal machen.“

 

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Irgendwie hatte ich eine arrogante Haltung entwickelt und dachte, ich wüsste es einfach besser. Ich bildete mir ein, ich wüsste besser mit den Kindern umzugehen als die eigenen Eltern. Denn auf mein „Nein“ hörten die Kinder, bei mir konnten sie in einer Reihe sitzen und vernünftig essen ging sogar mit 20 Kindern an einem Tisch – ich wusste ja also offensichtlich wie das geht.

Was für ein Irrtum, denke ich heute!

Denn jetzt treffe ich Menschen mit genau der gleichen Einstellung wie damals meiner. Ich sehe ihre Blicke, höre ihre Gedanken und manchmal auch ihre Worte. Als ich vor einigen Monaten mit meiner kleinen Nova ins Krankenhaus musste, sagt mir die Krankenschwestern (die uns beide nach 1,5 Stunden Schlaf in der Nacht weckt): „Gehen sie sich mal einen Café holen, wir wissen schon wie man das macht.“ und drückt meinem schlafenden Baby ein Inhalationsgerät ins Gesicht, woraufhin wir alle in zwei tränenüberströmte, erschrockene Babyaugen sehen. Der Babysitter lässt fallen er habe dein Eindruck Liam würde zu Hause selten ein „Nein“ hören und im Babyraum fragt eine Frau die Mutter neben sich, ob sie das Baby nicht mal halten soll damit es aufhört zu weinen.

 

Eine Mutter versteht auch, was ein Kind nicht ausspricht.

Jüdisches Sprichwort

 

Und plötzlich stehe ich auf der anderen Seite. Ich bin die Mama die anderen auf die Nerven geht. Die Mama, die der Krankenschwester sagt, sie selbst wüsste besser wie sie mit ihrem Baby inhalieren kann. Die, die nicht einfach mal eben einen Café trinken geht, sondern wissen möchte was sie mit meinem Kind machen wollen. Die Mutter, die nachfragt und wissen will was am Vormittag in der Kita gespielt wurde, die Listen schreibt für Babysitter mit Schlafenszeiten und Essgewohnheiten. Ich bin die Mama, die Omas und Opas nahelegt Obst anstatt Lollis zu füttern, die ihrem Kinderarzt weitere Untersuchungen abverlangt, weil sie sich Sorgen um die Kinder macht. Diese Mama bin ich und ich bereue es kein einziges bisschen!

 

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Denn ich weiß am Blick meiner Kinder wie es ihnen geht. Ich kann sie lesen. Ich kenne sie. Ja, ich weiß tatsächlich besser wie man das macht. Ich habe sie von Tag ihrer Geburt jeden Tag gewickelt, gefüttert, getragen, erzogen, geküsst und ihnen Liebe zugesprochen. Ich habe auch Fehler gemacht und ich kann sicherlich viel von all den kompetenten Beratern und Freunden lernen. Auch von vielen Erzieher, Kinderkrankenschwestern, Omas, Opas und Ärzten. Und das will ich gerne. Aber heute weiß ich wie Liam sich schüchtern auf seinen Platz setzt wenn die Babysitterin das sagt. Ich weiß wie er sich protestlos von der Erzieherin wickeln lässt und keinen Wutausbruch bekommt wenn es Zeit für Mittagsschlaf ist. Ich sehe wie die Kinder sich freuen wenn Fremde mit ihnen spielen. Ich sehe wie meine Kinder bei anderen  freundlich sind, funktionieren und zuhören und ich bin stolz darauf. Denn ich bin sicher, ich habe meinen Teil dazu beigetragen.

 

Nur die Liebe kann erziehen. Darum muß die Mutter das meiste in der Erziehung tun, weil sie die meiste Liebe hat. Ohne Liebe bleibt das beste Erziehungssystem totes Wissen.

Adalbert Stifter (1805 – 1868)

Und ja, ich sage oft zwanzig Mal „Nein“ und nichts passiert. Liam hat Wutausbrüche vor dem Schlafen gehen und auch im Supermarkt. Er protestiert beim Wickeln und er isst nicht so sauber und reinlich wie ich es mir wünschen würde. Und das ist okay. Denn ich liebe ihn trotzdem und er weiß das. All das tut er bei mir, weil er bei mir zu Hause ist. Bei mir ist er sicher genug sich Fehler zu erlauben, sicher genug seine Wut rauszulassen und nicht nur zu funktionieren. Sicher genug Grenzen zu testen und zu streiten.

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Also was ich mir wünsche während ich diese Zeilen schreibe? Ich wünsche mir Respekt. Gegenseitig. Ich habe großen Respekt davor, wenn Kinderärzte täglich über zwanzig besorgte Muttis von Kindern mit Schnupfnasen treffen und ihnen fachmännisch die Sorgen nehmen. Ich respektiere Sozialarbeiter und Familienhelfer aus tiefster Seele – Danke für euren Einsatz in den Familien! Danke für eure Zeit, euren Rat und eure Kompetenz! Danke auch liebe Babysitter! Eure ungeteilte, freundliche Aufmerksamkeit ist für unsere Kinder ein riesiges Geschenk. Danke liebe Erzieher, dass ihr unseren Kindern eure Zeit schenkt – ich weiß, ihr bekommt nicht die angemessene Bezahlung für die harte Arbeit und die geduldige Liebe die ihr gebt. Danke liebe Kinderkrankenschwestern! Tag und Nacht seid ihr für unsere Kleinen im Einsatz! Ihr seid da wenn wir ohne euch nicht mehr weiter wissen. Ihr trefft uns und unsere Kinder an unseren körperlichen und emotionalen Tiefpunkten und helft uns wieder heraus.

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Und wenn du eine von ihnen bist und Eltern dich nerven: Darf ich dich bitten, zu glauben, dass sie ihre Kinder lieben? Zu vertrauen, dass sie die Fehler die sich machen, nicht absichtlich tun und zu verstehen, dass die Kinder die du triffst bei ihnen zu Hause sind. Wie wäre es, wenn du ab und zu die Eltern nach ihrer Meinung zu dem Verhalten ihrer Kinder fragst? Vielleicht können sie deine dann bald auch lieber hören – denn wir wollen doch gemeinsam das Beste für die Kinder, oder?

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Afrikanisches Sprichwort

„Stille Nacht, heilige Nacht!“ – wie wir schlafen gehen

Weihnachten ist längst vorbei, aber irgendwie musste ich diese Jahr bei diesem Weihnachtslied schmunzeln: „Stille Nacht, heilige Nacht…“. Ich dachte dabei darüber nach wie ich früher an eine langweilige Nacht dachte, wenn sie einfach nur „still“ war. Und wie ich heute finde, dass stille Nächte wirklich heilig sind. Mit zwei kleinen Kindern sind sie nämlich rar gesät und wenn ich abends ins Bett gehe wünsche ich mir nicht mehr nur an Weihnachten stille, heilige Nächte! (Irgendwelche Mamis da draußen die mich verstehen? ;-))

Über die letzten zwei Jahre habe ich mich allerdings auch ganz gut an ein bisschen grundsätzlichen Schlafmangel gewöhnt und kann ganz gut damit leben, zwei bis drei Mal die Nacht aufzustehen ohne mich morgens total übermüdet zu fühlen. Außerdem kann ich mich über unsere Kinder eigentlich nicht beklagen. Sie schlafen vergleichsweise gut und lange und ich bin einfach nur dankbar dafür (und bilde mir nicht ein, dass das mein oder unser Verdienst ist. Das ist unverdiente Gnade.)! Ich finde es auch echt nicht einfach darüber zu schreiben, denn ich weiß, das Thema „Schlafen“ ist teilweise eins der größten Frust-Themen von jungen Eltern und man kann die Ratschläge nicht mehr hören, wird neidisch wenn es bei anderen besser klappt als beim eigenen Kind und merkt auch, dass sich nicht alles ein zu eins übertragen lässt. Trotzdem schreibe ich jetzt einfach mal was ich damit für Erfahrungen mache und hoffe, dass dieser Text ermutigt, stärkt und neue Ideen schenkt. Es sind ja schließlich nicht allgemein gültige Gesetze die ich beschreibe, sondern nur meine eigenen Ideen und Erfahrungen.

 

 

Gerade höre ich noch das letzte Grummeln aus dem Kinderzimmer, in dem die beiden seit kurzem nun zusammen einschlafen. Und muss sagen, ich liebe unsere Einschlafrituale und habe den Eindruck dass sie den Kindern echt gut tun. Ich weiß, jeder hat dazu eine andere Meinung, jedes Kind ist anders und nicht jeder soll es so machen wie wir. Aber vielleicht findet ja die eine oder andere etwas Inspirierendes für sich dabei.

Wir haben Liam von Anfang an immer gegen 19:00 Uhr ins Bett gebracht und Nova macht jetzt einfach mit. Ich brauche diesen Mama-Feierabend auf den ich mich verlassen kann und ich glaube die Kinder schlafen schneller wenn es immer zur gleichen Uhrzeit passiert.

 

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Wir räumen zusammen auf. Liam rennt eigentlich grundsätzlich schreiend weg wenn wir damit anfangen. Er ist dann gerade richtig drin und kurz davor nochmal aufzudrehen. Aber der Protest ist von kurzer Dauer. Also aufräumen, Zähne putzen, Licht dunkel, Gardinen zu, Nova umziehen (und kitzeln – sie hat das niedlichste glucksende Lachen!), Nova ins Bett, Liam umziehen Liam ins Bett, …

Und hier kommt der erste schöne Teil: Ich glaube unsere Kinder müssen so oft es geht sehen und hören, dass wir sie lieben. Manchmal läuft das im Alltag richtig gut, aber so oft gelingt mir das leider tagsüber nicht. Es gibt viele Gründe zum streiten, meckern und so viel ablenkende Beschäftigungen. Und gerade dann wenn das Leben und die Phasen der Kinder so anstrengend ist, brauchen sie unsere Liebe doch am meisten, oder? Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich nehme das Gefühl vor den Schlafen gehen immer mit in die Traumlandschaft. Und wenn das bei meinen Kindern auch so ist, dann will ich dass sie sich geliebt fühlen wenn sie ins Traumland wandern. Ich kann nicht den ganzen tag Mutti-Perfect sein, aber ich kann ihnen einmal am Tag sagen wie sehr ich sie liebe. Also flüstere ich jedem immer wieder die gleichen Worte ins Ohr (und häufig fallen ihnen dabei schon die Augen zu):

 

Hey, weiß du wann ich dich lieb habe?

Ich habe dich immer lieb!

Ich habe dich lieb wenn du wach bist und wenn du schläfst,

wenn du weinst und wenn du lachst,

wenn du laut bist und wenn du leise bist.

Ich habe dich lieb wenn wir lachen und wenn wir streiten,

wenn du alles richtig machst und wenn du versagst.

Ich habe dich lieb wenn es Sommer und wenn es Winter ist,

wenn es regnet und wenn die Sonne scheint,

wenn es hell ist und wenn es dunkel ist.

Ich habe dich lieb wenn ich da bin und wenn ich weg bin.

Ich habe dich immer lieb.

 

Dann geht es weiter: … Nova wieder raus aus ihrem Bett zum stillen. Ich setzte mich in den Sessel und je nach Tagesform kann Liam sich mehr oder weniger gut damit abfinden, dass er nun gerade warten muss. Wenn alles ruhig ist (es gibt nämlich auch Tage da läuft es bis hierhin unter pausenlosen Geschrei im Kanon) und ich zu Wort komme, erzähle ich nun was wir den ganzen Tag gemacht haben.

Ich beginne so: „Heute Morgen sind wir aufgestanden …“ und ende mit: „… dann haben wir aufgeräumt, Zähne geputzt, Schlafsachen angezogen und jetzt liegen alle im Bett und jetzt ist Zeit zum schlafen“.

Dabei merke ich, wie Liam runterfährt und irgendwie mit seinem Tag Frieden schließt- und ich selbst auch. Dann stille ich zu Ende und Liam steht im Bett und fordert „Grei, Grei!“ (heißt Rücken streicheln).

Und dann kommt der letzte Teil: Während ich Nova zu Ende stille und dann Liams Rücken streichel* bete ich für beide. Ich glaube nicht dass es dabei eine Zauberformel oder so gibt, grundsätzlich rede ich einfach in Kinder-verständlicher-Sprache mit Gott. Aber ich habe eine Sache gefunden, die für meine Kinder ein großer Schlüssel zum guten Einschlafen ist: Ich bete für Frieden. Im Studium habe ich gelernt dass das griechische Wort für Frieden „Eirene“ ist und unter anderem mit „geordnete Zustände“ übersetzt wird. Und das wüsche ich meinen Kindern so sehr wenn sie schlafen! Frieden und geordnete Zustände. Oft sind sie echt angespannt vom Tag und wühlen durchs Bett und kommen nicht richtig runter – einfach so innerlich unruhig. Und so oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich wenn ich für Frieden bete, ihre kleinen Körper unter meiner Hand einmal tief ein und ausatmen und sich entspannen. Es klingt wie ein kleines Wunder, oder? Vielleicht ist es ja eins, wer weiß das schon. Also, sage ich etwas wie:

 

Danke, Jesus, für diesen Tag, dass Liam und Nova so toll spielen konnten. Danke, dass Liam schon so toll … kann und Nova … Ich danke dir, dass du Liam und Nova sooo lieb hast und dass du bei ihnen bist auch wenn ich aus dem Zimmer gehen. Ich bete, dass du ihnen Frieden schenkst in ihren Gedanken, in ihrem Körper und in ihren kleinen Seelen und, dass sie ruhig schlafen können.

 

Dann sage ich beiden gute Nacht und gehe aus dem Zimmer (auch wenn sie noch nicht schlafen). Manchmal schlafen sie direkt ein, manchmal gehen ich oder mein Mann noch gefühlte 30 Mal ins Zimmer und suchen den Schnulli, streichen übers Haar und was man halt so macht… Und irgendwann ist dann alles ruhig. Dann hoffe ich nur noch auf stille und heilige Nächte und genieße meinen Feierabend bis das Baby sich gegen 23:00 Uhr wieder meldet und für die restliche Nacht zu Mama und Papa ins Zimmer zieht. Und morgens schlüpft der große Bruder als erstes zum Schwesterchen ins Bett – da schmilzt mein Mutterherz dann sowieso dahin, egal wie still oder unruhig die Nacht war.

 

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So läuft das gerade bei uns. Hin und wieder verändern wir etwas, passen uns den Umständen, unseren Wünschen und den Kindern an, sodass wir nicht ein System entwickeln dass uns gefangen nimmt, sondern Rituale die uns als Familie dienen. Die Rituale sind allerdings auch bei meinem Mann und mir ein wenig unterschiedlich und  sind nicht in Stein gemeißelt. Aber eine grundsätzliche Struktur hilft uns auch immer wieder mal flexibel sein zu können.

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und seid bei den ganzen schlafenden Babyfotos nicht selbst eingenickt 😉 Es würde mich sehr interessieren wie das bei euch so läuft und was ihr über meine Gedanken denkt. Ich wünsche euch auf jeden Fall das ganze Jahr über: „Stille Nacht, heilige Nacht!“ Schlaft gut.

 

 

*Um nochmal zu betonen, dass wirklich jedes Kind anders ist: Liam ist viel länger auf unserem Arm eingeschlafen. Nova hat das nie gemacht. Sie braucht allgemein nicht so viel Körperkontakt, deshalb schläft sie allein im Bett ein, während Liam einfach Kontakt braucht und es so sehr liebt wenn man ihn streichelt.

Team up!

Es gibt Mütter die bringen ihre Kinder nie zur gleichen Zeit ins Bett. Andere treiben sehr viel Sport in der Schwangerschaft, wieder andere treiben gar keinen Sport. Die einen gehen zur Babymassage, die anderen nicht. Manche Kinder dürfen nur Holzspielzeug haben und andere dürfen schon mit 11 Monaten Shaun das Schaf gucken. Manche Kinder schlafen im Familienbett, andere von Anfang an im gleichen Zimmer. Einige werden getragen andere geschoben und dann die großen Fragen übers Stillen oder Flasche, über den richtigen Zeitpunkt für den Kita-Start und Erziehungsmethoden.

 

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Bevor ich eigene Kinder hatte mochte ich Kinder eigentlich echt gerne. Und sie mochten mich meistens. Ich konnte mit ihnen Quatsch machen, Ausflüge unternehmen und dafür sorgen, dass die ganze Gruppe in einer Reihe saß. Ich mochte die unbeschwerte Art der Kinder, ihre Neugierde, Anspruchslosigkeit, Unvoreingenommenheit, Freude und Kreativität. Aber es gab eine Sache die konnte ich an Kindern nicht leiden. Diese eine nervige Sache konnte mir den ganzen Spaß an Kinder verderben: anstrengende Eltern! Irgendwie hatte ich eine arrogante Haltung entwickelt und dachte ich wüsste es einfach besser. Ich bildete mir ersthaft ein, ich wüsste besser mit den Kindern umzugehen als die eigenen Eltern.

Ich arbeitete viel mit Kindern und sah viele Eltern mit ihren Kindern umgehen. Ich war fassungslos wenn Kinder einfach nicht „vernünftig“ essen konnten. Oder wenn sie ein „Nein“ einfach nicht akzeptierten. Innerlich rollte ich mit den Augen und dachte „Ach komm, lass mich das mal machen.“

Als ich dann schwanger war begann diese Fassade Risse zu bekommen. Ich unterhielt mich mit einer Mama von einem Babysitterkind und erzählte von all diesen „Über-Schwangeren“ die aus jedem Zucken eine Wissenschaft machten und hörte mich wahrscheinlich ziemlich überheblich dabei an. Und was sie dann sagte, habe ich bis heute nicht vergessen: „Zu mir hat mal jemand gesagt: Du brauchst diese Mamas. Die, die sich alles durchlesen und wissen wo es die beste Bio-Kost und die farbstoffärmsten Gummibären gibt, denn du kannst von ihnen lernen.“ Und sie erzählte, sie habe sich gesagt sie möchte nicht mit allen anderen Müttern befreundet sein, aber sie als Team und Partner sehen.

„Don’t pick on people, jump on their failures, criticize their faults – unless, of course, you want the same treatment. That critical spirit has a way of boomeranging.

– The Message, Matthäus 7,1-3

Und heute verstehe ich sie. Jetzt bin ich Mama. Und auch wenn andere Mütter andere Entscheidungen treffen als ich, Dinge anders machen und anders mögen. Auch wenn andere Muttis andere Schwächen haben als ich und Stärken habe um die ich sie beneide – sie sind immer noch Mütter. Wie ich auch.

Und ich weiß mittlerweile, dass ich früher einfach nichts wusste, als ich dachte ich wusste alles besser.

 

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Denn ich hatte keine Ahnung was es bedeutet Mama zu sein. Jetzt ist das anders. Mutter zu werden hat mich schon jetzt in den ersten zwei Jahren so häufig an meine Grenzen gebracht und es hat mich demütig gemacht. Ich kenne das Gefühl zu müde zu sein um nochmal „Nein“ zu sagen und gucke dann einfach weg als hätte ich nicht gesehen, dass Liam die Weihnachtskugeln vom Baum rupft. Ich kenne die Verzweiflung in der ich auf den Tisch gehauen habe und rief „Jetzt ist hier aber mal Schluss!“ und die Gedanken danach, dass ich so niemals sein wollte. Ich kenne die schlaflosen Nächte und das Gefühl vor Müdigkeit nicht mehr Herrin meiner selbst zu sein. Ich wäre gerne länger in Elternzeit gewesen und ich kenne den Druck des sinkenden Kontostands der mich wieder zur Arbeit trieb. Ich kenne die ständige Frage: „Was ist jetzt das beste für sie?“ und die Opferbereitschaft alles in der Welt zu bewegen, nur damit es den Kindern gut geht.

 

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Wir kennen das alle, oder? Und genau das ist der Punkt: Wir kennen das alle! Wir wissen wie sich das anfühlt. Wir erleben alle das gleiche, wenn auch jede von uns auf ihre ganz eigene Weise. Also lasst uns doch Partner sein, oder? Lasst uns voneinander lernen. Einander wertschätzen und uns Mut in unsere Mutterherzen voller Opferbereitschaft, Unsicherheit und Liebe sprechen. Denn zusammen sind wir stärker, besser und schöner.

Man muß nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, damit das eigene heller leuchtet.

– Unbekannt

Viel schönere wäre es doch wenn wir all unsere Lichter zusammen leuchten lassen und so ein viel helleres Licht entsteht. Lasst uns unterschiedlich sein, anderer Meinung und mit unterschiedlichen Kindern. Aber lasst uns uns niemals zu Feinden werden, einverstanden?

Dieses Video bringt es finde ich schön auf den Punkt. Also viel Spaß beim Angucken, Danke fürs Lesen und übrigens: Du bist eine tolle Mama (oder wirst es einmal werden, wenn du möchtest)! Du machst das richtig gut, denn ich bin sicher, du gibst jeden Tag dein bestes.

 

Und das hier ist ein etwas längeres aber auch wunderschön!

Frohe Weihnachten! + Free Printables

Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten, tolle Familienfeste, schöne Geschenke, gutes Essen, glitzernde Tannenbäume, besinnliche Lieder und strahlende Augen!

Und weil es hier auf dem Blog einen kleinen Facelift gab, findet ihr hier für euch drei Lieblings-Printables mit denen ihr noch schnell euer Handy, eure Wand oder euren Desktophintergrund passend zum freudigen Tag aufpimpen könnt.

Und wenn ihr schon hier seid guckt doch mal im Menü vorbei! Es gibt eine neue Seite mit „Blogs die ich lese“ und neue Kategorien. Außerdem könnt ihr jetzt den Blog per Mail abonnieren und direkt meine letzten Instagram-Fotos hier angucken. Ihr müsst einfach nur auf den Button mit den drei Streifen (Menü) rechts oben auf der Startseite klicken. Viel Spaß!

Und dann feiert schön und lasst es euch gut gehen! Happy Birthday Jesus, du hast mein Leben glücklich gemacht! Danke fürs Kommen!

 

http://www.yellowblissroad.com/winter-wonderland-free-printable/

walking in a winter wonderland

 

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2017 – ToDo’s, Termine, Kalender… ihr macht mir keine Angst mehr!

Es kommt mir so vor, als würde die Kalender-Frage nicht nur mich beschäftigen =) Auf Facebook und Instagram hatte ich das Gefühl, viele von euch machen sich auch gerade zu dieser Zeit des Jahres Gedanken um ihre Zeit und den Ort an dem sie sie für das Jahr 2017 planen wollen.

Analog oder Digital? Oder kommt ihr noch ganz ohne aus? Wie meine Oma, die hat einfach ein wahnsinnig trainiertes Hirn und merkt sich alle ihre Termine mit 90 Jahren noch im Kopf. Witzig ist wahrscheinlich auch, dass sie mit 90 noch so viele Termine hat! Sie ist eben nicht nur im Kopf fit =) #goomago

 

 

Aber jetzt zurück zur Zeit. Ich liebe die Bilder die die Griechen für die Zeit haben! Habe schon mal etwas darüber geschrieben… Sie kennen Chronos; die fortlaufende und ablaufende Zeit. Er hat eine Sichel in der Hand, mit der mäht er alles weg und was er einmal zerstört hat kommt nie wieder. Die Zeit läuft unaufhörlich und unaufhaltsam.

Aber dann gibt es noch Kairos (und der nimmt mir die Angst vor Chronos). Er hat eine Glatze und einen langen Pony beziehungsweise „Schopf“ – ihn kann man „beim Schopfe packen“. Denn er beschreibt eine von Gott gegebenen Zeitpunkt, eine Chance oder eine Gelegenheit. Kairos lässt Chronos still stehen. Ein Kairos Moment kann das Leben verändern und die Zukunft wenden. Und niemand kann uns nehmen, was wir in diesem Moment erlebt oder entschieden haben!

 

 

Also hier bin ich mit meinem analogen Kalender und glaube, dass 2017 nicht nur einen Haufen vollgeschriebener Blätter, erledigter ToDo’s und verstrichener Zeit für mich bereit hällt, sondern Momente an die ich mich erinnere, Chancen für die Ewigkeit und Gelegenheiten die ich genutzt habe!

Und wie organisiert ihr euch dann so? Mit Bleistift zum flexiblen wegradieren oder mit dem Stift der gerade griffbereit ist? Gibt es einen Kalender für privates und einen für die Arbeit? Einen für Mama und einen für die Kinder? Oder alles zusammen? Einige haben gesagt, sie führen zwei Kalender, richtig?

Ich habe von einem Juden gehört, der ein kluges Buch geschrieben hat (wenn jemand weiß wie er oder das Buch heißt, bitte kommentieren – ich würde es sehr gerne lesen!). Er sagt in seinem Buch, dass die Juden traditionell keinen Unterschied zwischen Arbeiten und Privatleben machen. Es gibt auch keine Rente. Denn Arbeit ist in ihrem Verständnis keine Last, nichts was man für die Feierabend hinter sich bringt, sondern „ein Dienst an den Menschen“. Ich finde das ist ein total schöner Gedanken!

 

 

Ich komme aus einer Phase in der ich gelernt habe, mir meine Zeit gut einzuteilen. Ich habe gelernt „Nein“ zu sagen, meine Arbeitsstunden zu zählen und einzuhalten, Überstunden nur bewusst zu machen und klare Grenzen zu setzten. Ich glaube, ich brauchte diese Zeit. Ich musste das lernen und wachsen und gesund werden.

Doch die Kinder haben meine Ordnung ganz schön durcheinander gewirbelt. So gerne ich auch Pläne mache, seitdem sie da sind läuft es häufig nicht nach Plan – oder zumindest nicht nach meinem. Ich habe langsam gelernt damit umzugehen und darin auch immer häufiger glücklich zu sein. Und so gerne ich auch Grenzen setzte und sage: „Nein, das schaffe ich nicht mehr.“ So gerne überschreiten die Bedürfnisse meiner Kinder diese Grenzen und so oft habe ich gelernt über Grenzen hinaus zu wachsen.

Also wie mache ich das jetzt praktisch? Ich habe einen kleinen, neuen, grünen Kalender mit allen Terminen und einer freien Seite für ToDo’s. Für alle zusammen. Gestern habe ich die ersten in S-C-H-Ö-N-S-C-H-R-I-F-T eingetragen und ich werde mal sehen wie das geht, aber ich freue mich drauf!

Denn jetzt kommt eine neue Zeit! Mein Leben ist nun „ein Dienst an den Menschen“. Egal wo ich was mit oder für wen tue. Ich glaube 2017 ist der richtige Zeitpunkt dafür. Mein Kairos =) Die Grenzen dürfen wieder verschwimmen, die Lebensbereiche sich vermischen und ToDo’s gemeinsam auf eine Liste.

Hour by hour I place my days in your hand, safe from the hands out to get me.

– Psalm 31,25, MSG

Ich bin auch echt gespannt von euren Gedanken zu hören!