Wer sich den Himmel nicht wie ein Kind schenken lässt dem bleibt er verborgen. (Die Bibel)

i love you

Ich habe eine neue Aufgabe: Meinen kleinen Mann zu erziehen und ihm vorzuleben und zu erklären wie in etwa sein Leben hier auf der Erde funktioniert. Doch manchmal, so vermute ich, sitze ich da vielleicht einem Trugschluss auf mit der Annahme, dass ich Mama bin um ihm etwas beizubringen. Vielleicht hat er mir mehr zu sagen als ich ihm…


Er hat sich noch nie Sorgen gemacht ob und was er morgen, in ein paar Tagen oder in einigen Jahren essen wird und wo er wohnen wird. Ganz selbstverständlich vertraut er darauf versorgt zu werden. Deshalb schläft er so tief und sorglos wie viele von uns schon lange nicht mehr. Und es funktioniert. Jeden Tag ist genug Milch da. Nicht auf Vorrat oder mit abgeschlossener Versicherung. Aber es ist immer mehr als genug da.

Er hat noch nie in den Spiegel geguckt und sich gefragt ob andere ihn wohl mögen. (Oder ob er auf dem Foto wohl gut genug aussieht?) Er ist einfach so wie er ist. Er verstellt sich nicht, versucht nicht irgendwer zu sein. Egal wo er ist, ist er hundert Prozent authentisch. Und alle lieben ihn einfach so wie er ist. Weil nicht, die die wir versuchen zu sein, liebenswert ist, sondern wer wir wirklich sind.

real. family.

Liam hat noch nie aufgegeben zu lernen. Hätte er nach seiner Geburt die Einstellung von einigen von uns an den Tag gelegt, hätte er vermutlich gesagt: „Ich kann nicht laufen, nicht krabbeln, mich nicht einmal umdrehen? Ich kann auch nicht sprechen, nicht mal andere richtig angucken!!?? Ich kann ja gar nichts. Wie unfair! Darauf hab ich keinen Bock!“ Danach hätte er, wie ich so oft, trotzig die Arme verschränkt und für die nächsten Tage verbittert geschmollt und an sich selbst gezweifelt.
Aber Liam geht Schritt für Schritt. Er lernt jeden Tag etwas dazu, er bleibt bei sich, vergleicht sich nicht und geht mutig voran. Auch wenn es nicht sofort klappt, macht er weiter und gibt nicht auf. Ich gebe zu, dabei ist er nicht immer geduldig – das kann schon ab und zu in enttäuschten Schluchzern enden. Und dann macht er weiter. Und er wächst und lernt, sodass ich vor Stolz fast platze!

Wenn ich mir überlege wie viele Sorgen ich mir mache, wie oft ich an mir selber zweifle und wie häufig mir die Hoffnung fehlt – dann bin ich dankbar, dass ich ihn habe! Damit er mir beibringt was es bedeutet ein Kind zu sein.

While we teach our children all about life, our children teach us what life is all about.

5 replies on “Learning from Liam

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