Hier sind wir also.  80 Frauen zusammen. Dann lass uns doch Social Media mal wieder social machen! Wir Mütter, Mamas und Mamis. Wir haben uns getroffen um über ein paar Themen zu reden. Nein, nicht in einem Meeting. Auf den Tischen steht Wein – rot oder weiß kannst du dir aussuchen, das ist das gute bei vorgestellten Treffen. Und Oliven, Käse, Brot und Aioli, wenn du magst. Oder du brauchst einen Café? Ist auch da. Denn fast alle von uns fühlen sich unausgeschlafen – 73 von uns 80 Frauen um genau zu sein.

Und wir sehen uns an und lächeln uns zu. Und wir wissen wir sitzen alle in einem Boot, deshalb brauchen wir hier keine Masken. „Mal ehrlich, Mama, wie geht es dir?“ und „Geht es eigentlich nur mir so, oder kennst du das auch?“

Ja, wir wollen uns vergleichen. Ich glaube es gibt Vergleichen, dass sich mit Neid mischt. Das raubt uns die Kraft und die Freude und uns wird nur noch deutlicher, wie unzufrieden wir sind. Und dann gibt es ein Vergleichen, dass sich mit Stolz mischt. Danach fühlen wir uns stark, aber auch sehr einsam. Denn wer immer besser ist, ist meistens allein an der Spitze. Und dann gibt es ein Vergleichen, dass sich mit Gnade mischt. Dieses Vergleichen sagt uns: Du bist nicht allein. Du kannst beruhigt sein, wir sitzen alle zusammen in diesem Boot.

Also, nimm noch einen Schluck Wein und schieb dir eine Olive in den Mund. Und los gehts mit unserem gemeinsamen Abend. Dir gegenüber sitzten Frauen, mit denen dich mehr verbindet als dich trennt. Zum Beispiel sind wir uns alle einig, dass Kinder uns verändert haben. Fast alle von uns haben Kinder. 48% haben eins und 42% mehr als ein Kind. Und die Mehrzahl von uns (65%) sagt, sie seien jetzt glücklicher als vorher ohne Kinder. Und das obwohl wir unausgeschlafen sind. Ist das nicht schön? Das liebe ich am Mama-Sein! Es gibt irgendwie ein Glück, dass unabhängig von unserem momentanen Wohlbefinden ist.

Und dann reden wir über den Haushalt. Und merken, nur 18 von uns sind zufrieden mit dem Zustand ihrer Wohnung. Der Rest von uns hätte es gerne ordentlicher und sauberer. Puh, ich bin also nicht alleine damit. Nicht nur ich wünschte, es wäre bei mir zu Hause ordentlicher. Und das macht mir Mut auch mal zufrieden zu sein! Wäre es nicht schön, wenn alle 80 von uns zufrieden wären und Frieden hätten, trotz der Unordnung und trotz der ungewaschenen Wäsche? Denn ich wage mal die These, dass es bei den 18 unter uns nicht unbedingt sauberer ist, sondern, dass sie einfach nur zufriedener sind obwohl nicht immer alles perfekt ist. Ich ziehe meinen Hut vor euch.

 

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„Und wie bekommst du das alles unter einen Hut? Mama sein, Haushalt, Freundschaften, Job, Sport, Ehe…?“ „Puh, ich gebe mir Mühe…“, sagt dein Gegenüber (übrigens: die Chance stehen 1 zu 3, dass sie sich heute Morgen keine frischen Socken angezogen hat, aber pssst…;.)) Ja, wir alle geben uns Mühe, all unsere Lebensbereiche gut in Balance zu halten – aber nur sehr wenige von uns (13%) würden sagen, dass sie das gut hinbekommen. Ich glaube es ist eine der größten Herausforderungen von uns Mamas im 21. Jahrhundert. Es gibt kaum noch Verbote, kaum geschlechterspezifische Grenzen und deshalb ist uns alles möglich. Aber die Entscheidung zu treffen, was davon gut für uns und unsere Familien ist, die nimmt uns jetzt auch niemand mehr ab. Und deshalb kämpfen so viele von uns immer wieder damit eine gesunde Balance zu finden. Und wisst ihr was? ich glaube manchmal sind wir einfach zu hart zu uns selbst. Ich sehe viele Frauen und finden, dass sie es richtig gut hinbekommen. Wir geben alle unser bestes. Und hier sind wir zusammen und wir sind nicht allein. Also lasst uns einander doch zulächeln und uns ermutigen: „Dein bestes ist gut genug. Sei nicht so hart zu dir selbst.“

 

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst. Es ist okay wenn du fällst.

Andreas Burani 

 

Und lass uns doch noch über Erziehung reden. 46 von uns fragen sich immer mal wieder ob sie in Erziehungsfragen die richtigen Entscheidungen treffen. Und 23 Mamas hier fragen sich das häufig. Und wisst ihr was mein erster Gedanken dazu war? Ich will weniger verurteilen. Wenn ich manchmal andere Mamas mit ihren Kindern sehe und denke: „Oh man, das würde ich aber anders machen!“, möchte ich mich in Zukunft daran erinnern, dass diese Mami sich wahrscheinlich immer wieder selber fragt ob sie das alles so richtig macht – genau wie ich. Also will ich in Zukunft auf das sehen was uns verbindet: Wir wollen beide, das Beste für unsere Kinder.

Bald ist unser gemeinsamer Abend schon vorbei, aber lasst uns noch schnell ein Thema beleuchten, bevor wir zu Hause müde ins Bett fallen: „Sex“. Ein leichtes Kichern geht durch den Raum und auch eine Sehnsucht. Es gibt nämlich nur 18 Glückliche unter uns, die total zufrieden mit der Häufigkeit ihrer Sexuallebens sind. Der Rest von uns bemerkt, dass es wesentlich seltener geworden ist und einige wissen gar nicht mehr was das ist, ein Sexualleben? Also lasst uns den Abend doch nicht zu lang werden lassen und schnell nach Hause fahren, damit wir uns noch wach im Bett treffen 😉

Und eine Sache wollen wir auch nicht unbemerkt lassen: Im Durchschnitt duschen wir noch häufiger als unsere Kinder. Und das ist doch auch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, oder?

Ich freue mich, dass ihr mitgemacht habt und wünsche euch einen Schönen Abend!! Wenn ihr Wünsche für die nächste Umfrage habt, Themen die dich interessieren oder eine Frage auf die du neugierig wärst: Lass sehr gerne einen Kommentar da. Hier unten gleich unter „Kommentieren“.

 

2 replies on “Auswertung: Mal ehrlich, Mama!

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