Um ehrlich zu sein, musste ich mich zuerst ein paar Tage an den Gedanken gewöhnen. Obwohl wir es uns so gewünscht hatten, war da erstmal eine ganz laute Frage: Kann ich das schaffen? Wussten wir worauf wir uns einlassen? Ist das nicht verrückt?

Mein Mann erinnerte mich daran, dass ich mir die gleichen Fragen bei Liam gestellt habe – und, dass wir das bisher sehr gut schaffen. Ja, es ist verrückt, aber wunderschön! Und jetzt freue ich mich. Ich freue mich in mich hinein, so für mich.

Ich trage es seit einigen Monaten wie einen Schatz in mir herum. Ich rede kaum darüber, will irgendwie keine Meinungen oder Tipps hören – das habe ich in der ersten Schwangerschaft schon genug – sondern einfach dieses kleine Wesen in mir ganz für mich persönlich kennenlernen. Vielleicht ist mir das auch besonders wichtig, weil die Zeiten in denen ich einfach die Hand auf den Bauch lege und „Hallo“ sage, so viel seltener sind als bei meinem ersten kleinen Mann. An dieser Schwangerschaft ist nicht mehr so vieles aufregend wie an der ersten. Was Rohmilchkäse und Folsäure ist, weiß ich jetzt schon länger. Und, dass ich in der Lage bin eine Geburt zu überleben, zum Glück auch. Mir kommt bei diesem Baby alles so natürlich vor. So ganz normal.

Aber die Bewunderung über dieses Wunder, dass da ein echter Mensch in mir entsteht – daran werde ich mich glaube ich nie gewöhnen. Es ist einfach unglaublich. Ja, das lässt sich alles beschreiben. Jeder kleine Entwicklungsschritt. Aber lässt es sich wirklich so einfach mit dem Verstand erklären? Für mich nicht. Es ist und bleibt ein Wunder, finde ich. Vielleicht noch ein bisschen faszinierender, weil ich dieses Mal nicht nur eine abstrakte Vorstellung davon habe, wie es wohl sein wird ein Kind zu haben, sondern weil hier ein lebenden Beweis durch die Wohnung krabbelt. Einen Mensch. Einer der jetzt da ist, der lebt, und den es vor einigen Jahren noch nicht gab. Ich liebe es Teil von diesen Wundern zu sein.

Bei Liam hab ich während der Schwangerschaft nie weiter als bis zur Geburt gedacht. Ich wusste praktisch nichts übers Stillen, Schlafen oder Füttern als er geboren wurde. Jetzt denke ich schon viel weiter. Ich denke an die erste Begegnung, dieses mini-kleine Wesen in unseren Armen, Liam als großen Bruder, stundenlanges Stillen, Kuscheln und Herumtragen. Ich erwarte die Momente der Überforderung und die Tränen den Glücks. Ich freue mich darauf mit meinem Mann durch dick und dünn (im wahrsten Sinne des Wortes) zu gehen, noch dichter zusammen zu rücken. Und ich freue mich sehr unser Baby zu treffen! Unser ganz persönliches kleines Wunder.

4 replies on “Gute Neuigkeiten! Ein kleines Wunder.

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