Es ist doch das schönste nach Hause zu kommen, oder? In den letzten Wochen hab ich mich allerdings immer gefreut, wenn ich nicht zu Hause sein musste. Überall standen Umzugskartons. Ich hatte keinen Antrieb mehr zu putzen und aufzuräumen. „Wir sind ja eh bald weg“. Unserem Baby wurden nicht nur die Klamotten, sondern auch der Platz zum Krabbeln zu klein. Wir waren einfach raus gewachsen aus unserer kleinen 2-Zimmer-Wohnung.

Irgendwie endete hier die Zeit als „Pärchen mit Kind“ und in der neuen Wohnung beginnt nun unsere neue Etappe: „Unsere kleine Familie“.

Jetzt sind hier schon die Umzugskartons ausgepackt und wir leben uns richtig schön schnell ein. Liam bekrabbelt und beklettert alles. Und was bei drei nicht auf den Bäumen und Regalen ist wandert ab in seinen Mund. Mein Mann und ich gewöhnen uns langsam daran uns gegenseitig in der Wohnung zu suchen – früher wusste man wenn man nicht im gleichen Raum war, dann war der andere eben im anderen, jetzt kann „hier bin ich“ überall sein. Wir haben uns einrichtungstechnisch ein bisschen ausgetobt und freuen uns über jedes kleine Detail (mehr davon zeig ich wahrscheinlich in den nächsten Wochen auf meinem Instragam Account  @sarahs_honigdusche)! Es ist schön hier im neuen Heim.

Am krassesten an diesem Umzug finde ich allerdings nicht die Möbel, die Arbeit, den neuen Weg zum Bäcker und all diese Dinge, sondern das Gefühl „sesshaft“ zu werden. In dieser Wohnung haben mindestens vier Kinder plus Kater Platz! Hier ist alles was wir brauchen. Und manchmal beschleicht mich der Wunsch, nie wieder weg zu wollen. Für immer zu bleiben. Mal nicht mehr weiterzuziehen, sondern anzukommen.

Aber eigentlich war ich mal ganz anders – ich bin ganz anders!- deshalb mieten wir ja und kaufen nicht. Weil wir flexibel bleiben wollen, immer bereit für ein neues Abenteuer. Wir wollen frei sein um immer wieder neue Wege zu gehen.

Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben. Henry Miller (1891-1980)

Ich laufe jetzt schon eine ganze Weile so hin und hergerissen durch mein kleines, großes Leben und habe neuerdings eine Entscheidung dazu getroffen – eine mit der ich richtig glücklich bin soweit. Beziehungsweise, eigentlich sind es zwei Entscheidungen…

Die erste ist, mich an Menschen und nicht an Dinge zu binden. Das macht mich flexibel und weltoffen. Zu Hause ist nicht da wo meine Designerlampe steht, sondern da wo meine Liebsten sind. Dort wo wir zusammen sind, da ist zu Hause. Mein Herz gehört Gott und den Menschen, die ich liebe und nicht den Dingen die ich schätze. Denn eigentlich ist es doch egal, ob ich auf einem Sofa vom Designer, von IKEA oder auf dem Fussboden sitze. Und ob das Sofa hier, in München oder in Indien steht  – was wirklich zählt, ist doch mit wem ich dort sitze.

Meine zweite Entscheidung ist „to bloom where I’m planted“. Trotz aller Unsicherheit und Offenheit wie und wo sich die Zukunft abspielen wird, möchte ich dort wo ich bin, das Leben umarmen. Da sein. Nicht nur immer auf Durchreise. Diese Offenheit für Neues soll nicht dazu führen, dass ich zu allem „vielleicht“ sage, weil ich ja nicht weiß und so. Ich weiß ich bin hier, heute und ich möchte sowas von Ja sagen zu allem was mir das Leben Gutes vor die Füße legt – Schritt für Schritt eben. Ich will heute alles geben, als wäre es das wichtigste und einzigste was es gibt. Denn obwohl es morgen weitergeht, ist mein Leben jetzt und hier. Und ich will mein Leben eben leben! Jedem Atemzug auskosten, nichts verpassen, die Gelegenheiten nutzen. Jetzt und hier und heute.

Ja, und so ist das sesshaft werden ganz schön schön, finde ich. Wie geht es euch damit? Seid ihr sesshaft oder eher immer unterwegs? Und wie kommt ihr so damit klar? Lasst doch gerne einen Kommentar da.

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