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Ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Es ist die Geschichte von mir als Frau, Partnerin und Mutter. Ich bin keine Hebamme oder Gynäkologin – auch wenn ich mit beiden darüber gesprochen habe. Ich bin keine Expertin, das muss und möchte ich vorweg sagen. Aber ich möchte euch am Ende dieses Textes auch ein paar Seiten empfehlen auf denen ihr von Experten lesen könnt.

Irgendwann mit Anfang zwanzig begann ich morgens beim Nehmen der Pille Bauchschmerzen zu bekommen. Also nicht wirkliche, sondern so mentale Bauchschmerzen. Ich begann mich zu fragen, was ich da eigentlich täglich schlucke? Und was das mit meinem Körper macht. Also wollte ich das herausfinden und las, dass die Pille meinem Körper eine Schwangerschaft vorgaukelt und ich somit körperlich seit vier Jahren schwanger bin. Mit diesem Gedanken konnte ich mich nicht anfreunden. Ich bekam die Pille einfach nicht mehr runter – ich wollte das nicht mehr. Aber ich wollte auch nicht schwanger werden.

Ich sprach mit einer Gynäkologin über Alternativen und sie schlug mir die Spirale vor, sie erklärte mir die Vor- und Nachteile und bei dem Satz „…sollte es dennoch zu einer Befruchtung kommen, kann sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter-Schleimhaut einnisten.“ (vgl. www.familienplanun.de), wusste ich diese Methode ist für mich ausgeschlossen. Das kam und kommt für mich nicht in Frage, denn Leben beginnt für mich ab der Befruchtung.

Dann entdeckte ich das Konzept der „Natürlichen Familienplanung“, welches sich in den letzten zehn Jahren seitdem ich auf diese Weise meinen Zyklus beobachte und danach unsere Verhütung sowie Kinderplanung ausrichte, total toll weiterentwickelt hat! Ich begann mit einem kleinen Zettel den mir meine Gynäkologin gab. Dort sollte ich jeden Morgen vor dem Aufstehen möglichst zur gleichen Zeit meine Temperatur eintragen. Auf diese Weise – besser noch gepaart mit der Beobachtung von ein bis zwei anderen unkomplizierten Parametern) kann man erkennen, wann man einen Einsprung hat. Die Methode funktioniert zur Planung der Verhütung dann nach einigen Monaten Beobachtung *, denn wenn man ein paar Mal seinen Eisprung ermittelt hat, lässt sich vorhersagen wann der nächste mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder auftreten wird. Dies ist wichtig, da Spermien bis zu 7 Tagen in der Gebärmutter überleben können und ich so theoretisch von Geschlechtsverkehr der eine Woche zurück liegt am Tag des Einsprungs schwanger werden kann. Wir verhüten deshalb in den Tagen vor und während des Eisprungs mit Barrieremitteln – sofern wir gerade keine Schwangerschaft wünschen. 

Ich tat das also einige Monate und stieg dann darauf um, die Daten in eine App zu übertragen die das Voraussagen für mich übernimmt. Das ist Erleichterung und Risiko gleichzeitig, denn nicht alle Apps haben verlässliche und geprüfte Algorithmen und rechnen richtig. Aber bei mir funktionierte es wunderbar. Auch weil ich einen sehr gleichmäßigen Zyklus habe. Ich blieb auf der App von Ovy hängen – die nutze ich bis heute.

Irgendwann wollten mein Mann und ich dann unser erstes Baby und auch da war es einfach total aufregend zu wissen wann ich fruchtbar bin. Ich hatte es mittlerweile ja schon einige Monate gemacht und war dadurch total sensibel auf meinen Körper geworden – ich konnte sogar am Ziehen im Unterleib spüren, wann ich einen Einsprung hatte und auf welcher Seite. Und so konnte ich immer gut mit meiner App gegen checken und mein eigenes Körperempfinden und meine Beobachtungen (dazu gehört für mich auch die Beobachtung des Zervikschleims) mit den Ergebnissen meiner App abgleichen. Ich weiß heute noch genau wo und wann ich alle meine drei Kinder empfangen habe – ich wusste es als ich schwanger wurde und ein Test hat es mir dann noch zwei Wochen später bestätigt. 

Für mich bedeutet diese Art der Familienplanung nicht nur eine natürliche hormonfreie Verhütungsmethode gefunden zu haben sondern auch ein selbstbewusstes und sensibles Körpergefühl zu entwickeln. Ich weiß wie mein Körper funktioniert und kenne ihn. Das fühlt sich so viel besser an als jeden Tag eine Pille zu schlucken!

Ich persönlich bin mit Hilfe dieser Methode drei Mal in maximal 60 Tagen nach der Entscheidung „Jetzt wollen wir ein Baby“ schwanger geworden. Und ich bin seit 7 Jahren in den Zeiten in denen ich nicht schwanger werden wollte auch nicht schwanger geworden. Und damit bestätige ich die Statistik nach der die Pille einen „Pearl Index“ von 0,3-0,8 hat – das bedeutet mit Pille wird eine von 300 bis eine von 800 Frauen ungewollt schwanger. Wird die sympthotermale Methode (so heißt die Methode die ich anwende) richtig angewendet hat sie sogar einen niedrigeren Pearl Index, der besagt, dass nur eine von 400 bis eine von 600 Frauen ungewollt schwanger wird. (siehe www.mynfp.de).

Mit wachsender Anzahl von Kindern und damit Bedürfnissen und Verpflichtungen gleich nach dem Aufwachen wurde es für mich zunehmend schwieriger morgens meine Ergebnisse zu messen und einzutragen. Deshalb bin ich total glücklich, dass mit Ovy das neue Bluetooth Thermometer zum Testen zur Verfügung gestellt hat! Es überträgt die gemessenen Temperatur automatisch per Bluetooth in meine App und Ovy hat zusätzlich noch eine App für den Partner herausgebracht, so liegt Verhütung und Kinderplanung wieder in den Händen beider Partner und die Männer müssen nicht ständig fragen.

Ich werde in der zweiten Jahreshälfte berichten wie es mit dem Thermometer lief aber bis hierhin freue ich mich einfach es jetzt endlich einmal geschafft zu haben meine Erfahrung mit euch zu teilen und würde mich so freuen, wenn die ein oder andere es vielleicht wagt ihren Körper besser kennen zu lernen und auf Hormone zu verzichten. Ich glaube das wäre eine gute Entwicklung für uns und unsere Töchter.

 

Nun teile ich hier noch ein paar Seiten und ein Buch mit euch, auf denen ihr euch unbedingt belesen solltet wenn ihr diese Methode in Betracht zieht. Und ich möchte euch auch einfach ans Herz legen, euren Partner da mit hinein zu beziehen. Meiner Erfahrung nach wissen die wenigsten Frauen selbst wie ihr Zyklus funktioniert und die allerwenigsten Männer sind informiert. Ich finde es ist eine echte Chance darüber ins Gespräch zu kommen.

Die Seite von Ovy selbst: https://ovyapp.com 

Die Seite für natürliche Familienplanung (diesen Algorithmus nutzt auch Ovy): https://www.mynfp.de

Und ein Link zur Einführung in die Methode: https://www.mynfp.de/einfuehrung-in-nfp

Hier ein Link zum Zyklusblatt mit dem ich angefangen habe und das ich auch zum Einsteig neben der App empfehlen würde um einfach sensibel für den Körper zu werden und es selbst zu verstehen und blind einer App zu vertrauen: https://www.mynfp.de/nfp-zyklusblatt 

Auf dieser Seite gibt es Infos und Aufklärung über die Pille und auch Hilfsmittel und Empfehlungen zur natürlichen Verhütung. Dort habe ich auch von dem Thermometer von Ovy erfahren: https://generation-pille.com 

Das Buch zum Thema: Natürliche Familienplanung heute Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung  

 

* Meine App zeigt noch an, dass ich 28 Tage lang fruchtbar bin, weil ich nun nach der Schwangerschaft erst wieder mit der Beobachtung beginne. Daher gibt es noch keine Daten die ermitteln können, an welchen Tagen ich unfruchtbar bin. Natürlich bin ich nicht den ganzen Monat fruchtbar, aber sollte eben mit Barrieremitteln verhüten wenn ich eine Schwangerschaft ausschließen will, da kein Mensch und keine App weiß, wann ich in den nächsten 30 Tagen einen Eisprung haben werde.

4 Antworten auf „Natürliche Familienplanung: Mein Leben ohne Pille

  1. Toll dass du das hier teilst. Ich glaube, es gibt immer noch viele, die diese Art der Empfängnisverhütung nicht kennen. Auch ich habe etwa 10 Jahre so Verhütet und wir sind nach der Entscheidung für eine Schwangerschaft innerhalb von 2 Zyklen schwanger geworden.

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  2. Interessanter Beitrag!
    Eine Kleinigkeit: die 0,8 PI entsprechen nicht 1 in 800, sondern 1 in 125 (100/0,8).
    PI 0,3 sind dann 1 in 333

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  3. Danke dir für die ganzen Links! Wir versuchen nun seit einem Jahr schwanger zu werden. Ich war heute in der Kinderwunschklinik in Wien (https://imi.clinic/). Es wurden einige Tests zur Fruchtbarkeit durchgeführt und mir auch Monitoring mit NFP ans Herz gelegt. Dein Artikel hat mir schon mal super weiter geholfen, ich danke dir sehr!

    Ullrike

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