Ob Mama zu werden sie verändert hat, habe ich Ida von A Bullerbü Life gefragt. „Und wie!“ , hat sie geantwortet. 

Ida ist Bloggerin und so viel anderes: Ehefrau, Mama von zwei Kindern, Autorin, Erziehungs- und Religionswissenschaftlerin, Beraterin für Natürliche Familienplanung, Umweltschützerin und Katholikin. 

Ich finde mich in ihren Texten wieder, denn das Mama-Sein und der Glaube verbindet. Und dann schätze ich an ihr auch das was sie mir voraus hat, besonders ihre Meinung zu Erziehungsfragen und Entscheidungen. 

Vielen Dank Ida für deinen Beitrag (und deine Nachsicht, dass ich ihn viel später veröffentliche als wir abgesprochen haben…!)! Lest selbst…

Mama-Sein verändert. Eltern-Sein verändert. Das wird mir immer wieder in ganz unterschiedlichen Momenten deutlich: Wenn ich „alte“ Bilder anschaue, wenn ich Situationen erlebe, die ich früher ganz anders bewertet hätte, wenn mir auffällt wie sehr sich meine Prioritäten gewandelt haben.

Und mir gefällt, was ich sehe

Manche Eltern blicken auf ihr kinderloses Leben etwas wehmütig zurück. Mir geht das nicht so. Ganz im Gegenteil. Ich habe mir immer vorgestellt, wie schön es sein muss Kinder zu haben und ich bin nicht enttäuscht worden. Trotz schlafloser Nächte, trotz so gut wie gar keiner Zeit für mich allein, trotz chaotischer Büro-Zeit und auch trotz der sozialen Isolation.

 

Mama
        Sein Mutter Sein Eltern Sein verändert Bibel Glaube Wachstum
        Lektion Kinder

 

Ich glaube, es gibt keinen Menschen auf dieser Welt von dem ich mehr gelernt habe als von meinen Kindern. In erster Linie lehren sie mich eine ganze Reihe Dinge über mich selbst. Sie zeigen mir wie wütend ich werden kann, sie zeigen mir meine Schwächen und all die Seiten, die ich gar nicht so gerne mag. Sie zeigen mir aber auch all die guten Seiten an mir, von denen ich oft gar nicht wusste, dass sie da sind.

Aber Mutter-Sein hat auch meinen Glauben verändert

Zum ersten Mal habe ich eine Ahnung davon, was und wie die Liebe Gottes ist – wie stark, wie unbedingt. Zum ersten Mal ist mir bewusst, was für eine Rolle die göttliche Gnade spielt und warum wir sie brauchen. Denn erst als Mutter habe ich wirklich verstanden, dass es wirklich nicht darum geht perfekt zu sein. Oder zu werden.

 

Mama
        Sein Mutter Sein Eltern Sein verändert Bibel Glaube Wachstum
        Lektion Kinder

 

Ganz im Gegenteil: Das ist gar nicht möglich. Und auch nicht notwendig. Denn Gott geht auf uns zu, er nimmt uns an so wie wir sind. Und es reicht, wenn wir jeden Tag unser Bestes geben. Wenn wir bereit sind, jeden Tag einen Schritt weiter zu gehen. Wenn wir jeden Tag aufs Neue über uns hinaus wachsen.

Und dann ist da noch die Macht der Sprache…

Und das ist eine der Lektionen, die mir wirklich die Augen geöffnet hat. Bevor ich Mutter wurde, war mir nie so ganz klar, warum die Bibel so einen Wert darauf legt, wie wir sprechen. Und dann begann ich mit meinen Kindern zu sprechen und sah was für ein Gewicht jedes einzelne meiner Worte hat. Dass ich mit Worten aufrichten kann. Aber dass ich auch das Gegenteil bewirken kann.

 

Mama
        Sein Mutter Sein Eltern Sein verändert Bibel Glaube Wachstum
        Lektion Kinder

 

„Danke, dass du jetzt so geduldig gewartet hast, als ich mit deinem Geschwisterchen beschäftigt war!“ Denn das war gar nicht so einfach. Aber ich sehe, wie gut es meinem Kind tut, wenn ich ihm das sage. Wenn ich zeige, dass ich seine Bemühungen und Anstrengungen gesehen habe.

„Wieso ist denn jetzt schon wieder deine Hose nass? Sag doch mal rechtzeitig Bescheid, wenn du auf Toilette musst!“ Wie sehr so ein Satz verletzt – auch wenn verständlich ist, dass die Mutter genervt ist, wenn sie schon die 27. Hose an diesem Tag wechseln muss.

„Ich finde es gerade so schön mit dir dieses Puzzle zu machen!“ Das mag ein kleiner Satz sein – aber für mein Kind hat er großes Gewicht.

Was die Bibel dazu sagt

Im Buch der Sprüche steht folgendes:

Worte haben Macht: sie können über Leben und Tod entscheiden. Darum ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich.

~ Sprüche 18,21

Ob das übertrieben ist? Bevor ich Mutter wurde habe ich das gedacht. Mittlerweile weiß ich, dass es stimmt. Und ich bin dankbar für die Lektion.

Words matter

Und deshalb sagt uns die Bibel zum Glück, wie wir so sprechen können, dass unsere Worte eben nicht Tod, sondern Leben bringen. Und genau das ist der Leitsatz meines Blogs geworden:

Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, stärkt und dem, der es hört, Nutzen bringt.

~ Epheser 4,29

Das ist nicht leicht zu realisieren im Alltag. Und oft bleibe ich weit hinter meinen Ansprüchen zurück – ich meckere, ich bin übellaunig und über meine Lippen kommen eben doch eine ganze Reihe böser Worte. Aber da kommt die erste Lektion ins Spiel und ich weiß, dass Gott auch in diesen Momenten auf mich zugeht, dass er mir die Chance gibt, es besser zu machen. Immer weiter zu gehen. Jeden Tag ein Stück.

Und seine Gnade erledigt dann den Rest.

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